Oper und Konzerte in Venedig

Gran Teatro La Fenice


I, € 268
II, € 244
IV, € 183



Tosca, Oper von G. Puccini

Tosca, Oper von G. Puccini

Giacomo Puccini schuf Tosca mit großem Schwung und Hingabe zur realistischen Oper, die dem Werk eine zeitlose Qualität verleihen. Von den authentischen Klängen der Kirchglocke bis hin zu den religiösen Prozessionen sparte der Maestro nicht daran, eine eindringliche, realistische Klanglandschaft zu schaffen, die es sofort vermag, das Rom wiederauferstehen zu lassen, das von den Napoleonischen Kriegen des frühen 19. Jahrhunderts verwüstet wird. Diese Saison kommt im Gran Teatro La Fenice in Venedig ein Stück Geschichte zum Leben, voller Drama und fantastischer Musik.

Die Geschichte von Floria Tosca, der eitlen und impulsiven Sängerin, war zuerst vom Dramatiker Victorien Sardou niedergeschrieben worden. Puccini war von der emotionalen, gewalttätigen Handlung besessen und er hielt nicht inne, bis er die Gelegenheit bekam, eine Oper dazu zu schreiben. Meisterhaft verwandelte er die Melodramatik und die unglaublichen Wendungen der Handlung und schuf eines der Meisterwerke der realistischen Oper.

Die Handlung dreht sich um Toscas flatterhafte Natur und ihr Misstrauen gegenüber ihrem Liebhaber Cavaradossi, der einen befreundeten Revolutionär vor dem blutdürstigen Polizeichef Baron Scarpia versteckt. Weil sie die Geheimniskrämerei des jungen Mannes für ein Zeichen der Untreue hält, verrät ihn die eitle Sängerin unwissentlich an die Behörden. Als er sich dem Todesschwadron gegenübersieht, unternimmt Tosca einen verzweifelten Versuch, sein Leben zu retten.

Scarpia schlägt eine Schein-Hinrichtung im Austausch gegen ein Rendezvous vor und die junge Frau stimmt zu. Der Polizeichef weist seinen Gehilfen an, eine morgendliche Schießerei zu inszenieren, stirbt aber nur einen Moment später durch Toscas Hand. Nach dem spontanen Mord eilt die Sängerin zu Cavaradossi, um ihm mitzuteilen, dass sie seine Flucht ermöglicht hat. Er singt seine süße Arie 'O dolci mani', um seine Hoffnung und Dankbarkeit auszudrücken. Doch zu Toscas Bestürzung ist die Exekution real und als die Wächter sie wegen des Mords an ihrem Kommandanten verfolgen, stürzt sie sich von der Engelsburg.

Puccinis Talent und Hingabe verwandeln Victorien Sardou's von der Kritik zerrissenes Stück in eines der meist respektierten Werke im Opernkatalog. Die Premiere im Teatro Costanzi in Rom am 14. Januar 1900 war ein überwältigender Erfolg, vor allem dank der bewegenden, atmosphärischen Musik des Maestros.

Schnell wechselnd zwischen eiligen orchestralen Passagen und den Charakter aufbauenden Arien, nimmt Toscas Klanglandschaft das Publikum auf eine Weise in Echtzeit mit in die Handlung, die wenige andere Werke erreichen. Vor dem angespannten Hintergrund leuchten Solostücke wie 'Vissi d'arte' oder 'E lucevan le stelle' sogar noch heller.




image Tosca, Gran Teatro La Fenice / Fondazione Teatro La Fenice, Michele Crosera