Oper und Konzerte in Venedig

Gran Teatro La Fenice


Platea B, € 268
Platea A, € 244
Palco laterale-parapetto, € 183
Loggione, € 100



Rigoletto, Oper von G. Verdi

Rigoletto, Oper von G. Verdi

Die absolute Korruption der absoluten Macht und unvermeidliche Schuld durch Assoziation bilden die Grundlage für Rigoletto, eine der erschütterndsten Opern von Giuseppe Verdi. Die Geschichte des verbissenen Buckligen und seines moralisch degenerierten Herrn ist so beständig wie die Zeit selbst, und Generationen von Opernbesuchern können Parallelen zwischen der scharfen politischen Kritik auf der Bühne und den politischen und sozialen Ungleichheiten finden, die sie in ihrer eigenen Zeit erlebten. Rigoletto wurde am 11. März 1851 im Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt und kehrt in dieser Spielzeit für einen wohlverdienten neuen Beifallssturm nach Hause zurück.

Das Libretto stammt vom großen italienischen Autor Francesco Maria Piave, der das umstrittene Theaterstück Le roi s'amuse (Der König amüsiert sich) des französischen Schriftstellers Victor Hugo adaptierte. Verdi und Piave mussten zahlreiche Anpassungen an der Geschichte vornehmen, um die Zensoren anstandslos hinter sich lassen zu können, die zu einem unruhigen Zeitpunkt in der italienischen Geschichte selbstverständlich ein Stück kochendheißer anti-royalistischer politischer Kritik fürchteten. Daher konzentriert sich die Handlung auf den Herzog von Mantua, einem den Frauen zugetanen brutalen Mann, und seinen Hofnarrn Rigoletto. Während der Herr die Frauen und Töchter seiner Adligen nacheinander leichtfertig entehrt, verspottet der Hofnarr den so geschadeten Familien mit beißendem und ungerechtfertigtem Humor.

Doch Rigoletto hat selbst ein gut gehütetes Geheimnis: Zu Hause hat er seine geliebte Tochter Gilda, die er so gut er kann vor der losen Moral und Ausschweifung des Herzogs zu schützen versucht. Leider entdeckt der Herzog wie durch eine göttliche Bestrafung die Existenz des jungen Mädchens und verführt es sofort in der Gestalt eines Studenten. Als er die Affäre entdeckt, ist Rigoletto außer sich vor Wut. Sein nächster Schritt wird eine tragische und schockierende Lösung in Gang setzen.

Verdi kombiniert die intensive Handlungsentwicklung mit einigen seiner stimmungsvollsten und faszinierendsten Orchestrierungen. Die Arien erzählen viel über die inneren Kämpfe und Motivationen der Figuren, manchmal auf parallele Art wie im wundervollen Quartett „Bella figlia dell'amore“. Rigoletto enthält auch eine von Verdis charakteristischen Arien, Herzog Mantuas „La donna è mobile“.




image Gran Teatro La Fenice / Fondazione Teatro La Fenice, Michele Crosera