Oper und Konzerte in Venedig

Gran Teatro La Fenice


Platea B, € 275
Platea A, € 250
Palco laterale-parapetto Ordine 1, € 187
Loggione, € 100



I lombardi alla prima crociata, Oper von G. Verdi

I lombardi alla prima crociata, Oper von G. Verdi

Als er auf der Erfolgswelle seiner vorherigen Oper Nabucco ganz oben schwamm, hatte Giuseppe Verdi eine Glückssträhne, was eine Reihe seiner epischen historischen Werke betraf. Seine dramatische Oper I Lombardi alla prima crociata greift einige der historischen Ereignisse rund um den Ersten Kreuzzug auf und verbindet sie mit einem klassischen Familien- und Liebesmelodram. Diese Komposition polarisierte bei den Kritikern, wurde bei ihrer Uraufführung am 11. Februar 1843 an der Mailänder Scala beim Publikum jedoch herzlich aufgenommen. Heute gilt sie als Fortsetzung von Verdis ausdrucksstarkem und epischem Stil, und das Publikum am Gran Teatro La Fenice in Venedig wird die besondere Note des Maestros gewiss erkennen, wenn es in die tiefgründig verschlungene, dramatische Geschichte eintaucht.

I Lombardi alla prima crociata (oder „Die Lombarden auf dem ersten Kreuzzug“) geht auf das Epos von Tommaso Grossi zurück. Librettist Temistocle Solera passte die komplexe Erzählung an die Bedürfnisse der Opernbühne an und behielt die emotionale Spannung, das schnelle Tempo und die Wendungen der Handlung im Original bei. Dem feurigen Libretto fügte Verdi eine Partitur aus mitreißenden Chören, intensiven Arien und Ensembles sowie ausgedehnten Instrumentalpassagen hinzu. Aus all dem entstanden ist eine feurige Aufführung, die verspricht, die Bühne des La Fenice mit Konfrontationen, scharfen Wendungen und atemberaubenden Lösungen in Brand zu setzen.

Die Handlung von I Lombardi alla prima crociata beruht auf einer klassischen Dreiecksbeziehung: Die Brüder Arvino und Pagano lieben dieselbe Frau, Viclinda. Als sie sich für Arvino entscheidet, führt das zu einem massiven Bruch, der Pagano ins Exil zu gehen zwingt. Zu Beginn der Oper versöhnen sich die beiden Brüder, doch Pagano lässt sein Schmerz nicht los und plant daher heimlich einen Rachefeldzug für die Liebe, die ihm seiner Ansicht nach gestohlen wurde. Durch einen unglücklichen Zufall ermordet er nicht Arvino, sondern ihren gemeinsamen Vater Lord Folco, was dazu führt, dass er erneut verbannt wird. Nachdem sein rachsüchtiger Bruder verschwunden ist, führt Arvino eine Gruppe von Kreuzrittern nach Antiochia, wo viele ihre heilige Mission vergessen und in einem Leben voller Ausschweifungen und Plünderungen versinken. Giselda, Arvinos Tochter, ist so entsetzt über die Schäden und Verletzungen, die die Armee ihres Vaters anrichtet, dass sie sich auf die Seite der Antiochier schlägt und sich in den Sohn ihres Herrschers Oronte verliebt. Der familiäre und militärische Konflikt eilt einer schockierenden Lösung entgegen.




image Gran Teatro La Fenice / Fondazione Teatro la Fenice / Michele Crossera