Oper und Konzerte in Venedig

Gran Teatro La Fenice


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Faust, Oper von C. Gounod

Faust, Oper von C. Gounod

Der Faust des deutschen Dichters Johann Wolfgang von Goethe gilt weltweit als Meisterwerk philosophischer und literarischer Tugenden. Der französische Komponist Charles Gounod war von dem monumentalen Epos inspiriert, aber er war klug genug, nicht zu versuchen, es in seiner vollen metaphysischen Wucht zu inszenieren. Stattdessen konzentrierte er sich auf die Liebesgeschichte, die sich durch den Originaltext zieht. Die wundervolle Oper, die aus dieser Auswahl hervorging, war auf unterschiedlichen Bühnen der Welt regelmäßig zu hören, und das Gran Teatro La Fenice in Venedig präsentiert in dieser Spielzeit eine bemerkenswerte Version von Gounods Faust.

Die Oper in fünf Akten basiert auf dem französischen Theaterstück Faust et Marguerite von Michel Carré, der auch das Libretto gemeinsam mit Jules Barbier erarbeitete. Faust wurde am 19. März 1859 auf der Bühne des Théâtre Lyrique in Paris uraufgeführt und war sofort ein Erfolg. In den folgenden Jahren bereiste Faust die Weltbühnen, darunter Deutschland (wo es lange als Margarethe oder manchmal als Gretchen angekündigt wurde), Großbritannien und die Vereinigten Staaten. Im Laufe der 1860er Jahre nahm Gounod mehrere Änderungen am Original vor, ersetzte den gesprochenen Dialog durch Rezitative und fügte dem Schlussakt ein Ballett hinzu. So wurde Faust zu einer großartigen Oper und erfreut sich als Mitglied dieses Genres auch heute noch großer Beliebtheit.

Die Handlung beginnt mit dem berühmten Vertrag zwischen dem alternden Philosophen Faust und Méphistophélès, dem Dämon aus der Hölle. Im Austausch für Jugend, Macht und die Liebe von Margarethe soll dem bösen Geist die Seele des Mannes gehören. Dank seines gutaussehenden und jugendlicheren Äußeren und mit Hilfe von Méphistophélès gelingt es Faust, Margarethe zu verführen. Ihr Bruder Valentin und sein Freund Siébel versuchen, die Schande zu rächen, doch sie sind machtlos gegen die hinterhältigen Mittel des Dämons. Als Faust von Méphistophélès in einen Strudel aus Verdorbenheit hinein gespült wird, leidet Margarethe unter den Konsequenzen, die sich aus ihrer Zwiespältigkeit zu ihm ergeben. Diese mit Gounods inspirierter Partitur ausgezeichnete Oper erzählt eine packende Geschichte von Leben, Liebe und Tod.




image Gran Teatro La Fenice / Fondazione Teatro la Fenice / Michele Crossera