Oper und Konzerte in Venedig

Gran Teatro La Fenice


Platea B, € 268
Platea A, € 244
Palco laterale-parapetto, € 183
Loggione, € 100



Rinaldo, Oper von G. F. Händel

Rinaldo, Oper von G. F. Händel

Georg Friedrich Händel, der in Deutschland geborene Komponist, der in London eine solche Karriere gemacht hat, dass Großbritannien ihn zu Recht für sich beanspruchen kann, musste seine englische Periode mit einem Knall beginnen. Genau den hat Rinaldo geliefert. Als explosive italienische Oper, die Händels Ruf in den kommenden Jahrzehnten auf der britischen Insel fest verankert hat, ist sie auf den Bühnen der Weltoper nach wie vor erfolgreich. Sie ist auch ein Paradebeispiel für die Barockoper, ein Genre, das weniger Beachtung findet als seine späteren Inkarnationen. Damit präsentiert das Gran Teatro La Fenice einen wahrhaft alten Klassiker.

Als Händel 1710 an seinem ersten englischen Auftrag arbeitete, stand er unter Zeitdruck und war nach zahlreichen erfolgreichen Oratorien und Opern in Venedig, Rom und Hamburg eifrig darum bemüht, mit seinem Bühnendebüt in London ein kraftvolles Statement abzugeben. Sein Impresario Aaron Hill verwies ihn auf Torquato Tassos Epos La Gerusalemme liberata (Das befreite Jerusalem), das der Librettist Giacomo Rossi für die Opernbühne vorbereitet hatte. Die Uraufführung von Rinaldo fand am 24. Februar 1711 im Queen's Theatre im Londoner Haymarket statt und machte Händel unmissverständlich zum König der italienischen Oper in England.

Die Oper versetzt das Publikum in die Zeit des Ersten Kreuzzugs zurück. Rinaldo, ein Kreuzritter, und seine geliebte Almirena müssen gegen Argante, den König der Sarazenen, und die Zauberin Armida kämpfen, die zugleich die Königin von Damaskus ist. Händels inspirierte Partitur treibt die Handlung zu einem bemerkenswerten Höhepunkt, während die Schlacht weiter tobt und die Liebenden vor immer schwierigeren Herausforderungen stehen, darunter fliegende Streitwagen und feuerspeiende Drachen. Neben den beeindruckenden Arien und Duetten, die die Titelcharaktere glänzen lassen, ist Rinaldo auch bei der Auswahl der Avantgarde-Orchestrierung bemerkenswert. Cembalosoli und Trompetenstöße sind nur einige der aufregenden musikalischen Elemente, die Sie unterhalten und erneut darin bestätigen werden, dass Händel als Komponist seiner Zeit weit voraus war.




image Gran Teatro La Fenice / Fondazione Teatro la Fenice / Michele Crossera