Oper und Konzerte in Venedig

Gran Teatro La Fenice


I, € 268
II, € 244
IV, € 183



Der Barbier von Sevilla, Oper von G. Rossini

Der Barbier von Sevilla, Oper von G. Rossini

Die Eskapaden des Barbiers Figaro, ursprünglich 1775 durch die Bühnenstück-Trilogie des französischen Dramaturgen Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais bekannt geworden, haben von mehreren erstklassigen Komponisten eine musikalische Behandlung erfahren. Doch Gioachino Rossinis Operndramatisierung des ersten Stücks, Der Barbier von Sevilla, hat die Prüfungen der Zeit auf die beeindruckendste Art und Weise überstanden. Ihre agilen Melodien und zwerchfellerschütternder Humor wird dieses Jahr das Publikum in Venedigs Gran Teatro La Fenice beeindrucken.

Als Rossini 1815 damit begann, den Barbier von Sevilla auf Basis eines italienischen Librettos von Cesare Sterbini zu komponieren, war er sich der musikalischen Last Figaros sehr bewusst. Mozart hatte Beaumarchais zweites Stück 1786 in die überaus erfolgreiche Hochzeit des Figaro verwandelt. Noch dringlicher war, dass sein italienischer Landsmann Giovanni Paisiello das erste Stück 1782 zu seinem eigenen Il barbiere di Siviglia adaptiert.

Als Ehrerbietung an Paisiello holte sich Rossini die Zustimmung des älteren Komponisten dafür ein, mit dem Projekt fortzufahren. Er betitelte es sogar als Almaviva, ossia L'inutile precauzione (Almaviva oder die nutzlose Vorsicht), um ein direktes Aufeinandertreffen zu vermeiden, doch das blieb erfolglos. Bei der Premiere im Teatro Argentina in Rom am 20. Februar 1816, buhte eine Gruppe von Paisiello-Fans ununterbrochen.

Ein Mangel an Vorbereitung durch die Besetzung und technische Schwierigkeiten trugen zu einer desaströsen ersten Aufführung bei. Schon die nächste Aufführung aber verlief reibungslos, ungestört von Zwischenrufen oder Fehlfunktionen des Bühnenbilds und schnell wurde Rossinis Oper zur einzigen, die die Welt als Barbier von Sevilla kennt.

Die Oper folgt zwei Liebenden, Graf Almaviva and Rosina, die in eine Krise geraten, als Dr. Bartolo plant, die junge Dame zu verheiraten. Der clevere Barbier Figaro, der in Dr. Bartolos Haus zu Gast ist, kommt ihnen zu Hilfe und wendet allerlei Witz und Tricksereien an, um des Doktors Plan zu vereiteln und dem Paar zum Zusammenfinden zu verhelfen. Dabei entsteht in jeder Szene ausgelassene Heiterkeit.

Rossinis Barbier von Sevilla hat sich dank der fantastischen Musik des Komponisten über die Zeit bewährt. Für seine effizienten Arbeitsschritte bekannt wird gesagt, dass er die Oper in weniger als drei Wochen fertiggestellt hat. Die Ouvertüre stammt aus Rossinis früheren Werken Aureliano in Palmira und Elisabeth, Königin von England.

Die wohl bekannteste aller Opernarien jedoch markiert den Auftritt des lebhaften Barbiers Figaro: 'Largo al factotum' und ihre wiederholten Rufe "Figaro! Figaro! Figaro!" setzen den Takt für dieses Meisterwerk der komischen Oper. Die einprägsamen Melodien des Werks, sein Humor und seine große Energie lassen bis zum Happy End nicht nach!




image Der Barbier von Sevilla, Gran Teatro La Fenice / Fondazione Teatro La Fenice, Michele Crosera